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Janina Piotrowska
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InvestitionGespräch von Janina Piotrowska mit
– Muster der Verausgabung von EU-Geldern – dies ist nur eine der Noten, die dem Projekt „Verbesserung der Wasserqualität in Szczecin“ während der letzten Sitzung des Komitees zum Monitoring des Kohärenzfonds vergeben wurde. Haben Sie mit einer so hohen Note für diese große Investition gerechnet? – Ich vermutete, dass die Note positiv ausfällt, obwohl ich mit so vielen Lobsagungen nicht gerechnet habe. Die Investition wurde und wird nämlich unter immensem Druck und ständiger Beobachtung nicht nur der Gesellschaft, sondern auch vieler europäischer Institutionen realisiert. Es geht hier um sehr viel Geld und somit um große Verantwortung. Die ausgezeichnete Note des Komitees freut uns sehr. – Was ist das Komitee zum Monitoring des Kohärenzfonds? – Das ist ein Beratungsorgan beim Minister für Regionale Entwicklung als Verwaltungsinstitution des Kohärenzfonds. Das Komitee analysiert laufend die Fortschritte bei der Implementierung des Fonds in Polen, insbesondere die Fortschritte bei der Realisierung der einzelnen Projekte durch die Begünstigten, zu denen auch wir gehören. Darüber hinaus bespricht es Probleme und Gefahren bei der Realisierung der durch die EU mitfinanzierten Investitionen und versucht sie zu minimieren. Das Komitee setzt sich aus hohen Beamten der Ministerien für Regionale Entwicklung, Finanzen, Umwelt und Infrastruktur sowie aus den Vertretern der Europäischen Kommission zusammen. Die Sitzungen finden regelmäßig, mindestens zweimal im Jahr, in der Regel in Warschau statt. Selten kommt es zu Sitzungen außerhalb, bei den Begünstigten, umso größer war die Auszeichnung für uns, als das Komitee unsere Einladung nach Szczecin angenommen hat. – Welche Reflexionen begleiten Sie in der Endphase der Investition? – Wir hatten einige sehr schwere Jahre hinter uns, Jahre voller Probleme und unvorhergesehener Situationen. Es gelang uns aber, alles allmählich zu lösen, manchmal mit großem Kräfteaufwand. Wenn man heute auf die Ergebnisse blickt, dann kann man ehrlich sagen: „Es lohnte sich an diesem Projekt teilzunehmen“. Wir haben die Qualität des Trinkwassers für Szczecin verbessert und erreichten dabei den europäischen Standard. Das zu Ende gehende Jahr war zweifellos bahnbrechend nicht nur für die Firma, sondern für die Umwelt der gesamten Stadt. Der Bau der Kläranlage „Zdroje” wurde abgeschlossen und die Kläranlage „Pomorzany” wurde in Betrieb genommen – im August leiteten wir dorthin das
– Die Gesellschaft verändert sich intensiv seit einigen Jahren. Neben dem Bau der Anlagen zur Wasserproduktion Abwasserreinigung auf höchstem Niveau verändern wir unsere Organisation, um Dienstleistung auf analogem Niveau anbieten zu können. Unsere laufenden Maßnahmen konzentrieren sich auf der Optimierung und Professionalisierung von Prozessen. Das zweite Gebiet unserer Maßnahmen betrifft die langfristige Planung der Modernisierung und Entwicklung im Bereich der Infrastruktur, also im Bereich der Vermögensaktiva der Gesellschaft. Dies ist eine sehr schwierige Aufgabe angesichts des Alters und des Zustands der Infrastruktur, insbesondere der Rohrleitungen. Eine zusätzliche Herausforderung ist die Synchronisierung unserer Investitionen mit anderen Investitionen in der Stadt im Bereich des Straßenwesens und der Linieninvestitionen. Ein gutes Beispiel für diese Maßnahmen ist die Korrelierung des Baus unseres Lichtleiternetzes mit dem Netz der Stadt.
– Im nächsten Jahr werden wir die Investition „Verbesserung der Wasserqualität in Szczecin“ zu Ende führen und den Abschlußbericht für die Abrechnung mit der Europäischen Kommission vorbereiten. Dies ist eine sehr schwierige und verantwortliche Aufgabe, zu der u.a. die Zahlung des letzten Teils der EU-Gelder gehört. Während der Abrechnung muss man mit vielen Kontrollen von polnischen und europäischen Institutionen rechnen. Man darf nicht vergessen, dass sich in Polen seit 2003, d.h. seit dem Beginn des Projekts, die rechtliche und wirtschaftliche Situation veränderte und manche Vorschriften des polnischen Rechts von den EU-Kommissionen als nichtkompatibel mit den EU-Richtlinien in Frage gestellt werden, was unsere Arbeit nicht erleichtert. Man soll noch betonen, dass wir ein zweites Projekt „Verbesserung der Wasserqualität in Szczecin – 2. Etappe“ im Wert von ca. 42 Mio. PLN ausgearbeitet haben und beantragten dafür die EU-Hilfe in Höhe von 64 % im Rahmen des Operationsprogramms Infrastruktur und Umwelt. Dieses Projekt betrifft den Bau des Kanalisationsnetzes in den Stadtteilen, die im ersten Programm nicht zum Zuge kamen. Insbesondere geht es hier um die Stadtteile Żydowce und Klucz. Zur Zeit wird es von der WFOŚiGW und wir gehen fest davon aus, dass wir im nächsten Jahr den Zuschuss bekommen. – Ist der an Helsinki gerichteter Antrag auf Streichung der Stadt Szczecin aus der Liste der Ostsee-Umweltsünder bereits fertig? – Das ist eine weitere Aufgabe für das nächste Jahr. Mit dem Antrag warten wir, bis alle ökologischen Ergebnisse erreicht und bestätigt werden. Ich wünsche mir, dass dieses von der Gesellschaft lang erwartete Dokument im ersten Halbjahr 2010 eingereicht werden kann. – Danke für das Gespräch.
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